Alexander Estis wurde 1986 in einer Künstlerfamilie in Moskau geboren; hier erhielt er eine Ausbildung an Kunstschulen und bei verschiedenen Moskauer Künstlern. 1996 siedelte er mit seinen Eltern nach Hamburg über. Nach Abschluß des Studiums in deutscher und lateinischer Philologie arbeitete er zunächst als Gymnasiallehrer für die Fächer Deutsch, Latein und Kunst. Es folgte eine Lehrtätigkeit für deutsche Literatur und Sprachgeschichte an den Universitäten Hamburg, Genf, Freiburg i. Br. und Zürich sowie eine Dozentur für Kommunikation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Seit 2016 lebt er als Dozent und freier Autor in Aarau.

Alexander Estis ist Autor von philologischen Aufsätzen, Essays und Übersetzungen; den Schwerpunkt seiner Arbeit bilden literarische Kleinstformen: Kürzestprosa, Aphoristik, Glossen, szenische Miniaturen, Epigramme und lyrische Fragmente. Besonderes Kennzeichen seiner Arbeit ist die Verschmelzung von prosaischer und metrischer Form, von Satire und Tragik, von Essayistischem und Belletristischem sowie nicht zuletzt von Wort und Bild. Seine Texte werden in Anthologien und Zeitschriften publiziert (u.a. Sinn und Form, Lichtungen, Entwürfe); eigenständige Sammlungen erschienen Anfang 2019 im Amsel-Verlag (Zürich) sowie im Hochroth-Verlag (Bielefeld u.a.).

Alexander Estis ist Mitglied der Vereinigung Autorinnen und Autoren der Schweiz. Lesungen seiner Texte finden in Deutschland, der Schweiz und Österreich statt; er hält Vorträge über Literatur und gibt Kurse für Schriftkunst und literarisches Schreiben.